Unser Führer holt uns pünktlich am Hotel ab. Wir marschieren
los und sind erst mal erstaunt: schon wieder keine Fahrt mit dem Pferdewagen.
So laufen wir und laufen wir bis wir an den Fuss der Berge kommen. Schnell wird
es auch warm und die Steigung lässt uns ordentlich schwitzen. Durch kleine
Dörfer, zu einer Höhle mit Bhuddas und Stupas darinnen. Mit Taschenlampe
bewaffnet bekommen wir die Höhle, in der auch ein Mönch wohnt - gezeigt.
Daneben zeigt er all die Pflanzen und deren Verwendung, ob Nahrung,
Arzeneimittel, Gewürz oder Schwamm. Die Kinder in den Dörfern sind alle
freundlich und lassen sich für ein "Mingalar", also "Guten
Tag" gerne fotografieren. Erstaunlich war es, den Frauen auf dem Feld
zuzusehen, wie sie in der Steillage mit der Hacke den Boden bearbeiten und
dabei ein Lied singen. Das hörte man noch hunderte Meter entfernt, so still war
es.
Zum Mittagessen bringt uns der Führer in ein Wohnhaus im Dorf, der
Familienvater, der alleine zu Hause ist, kochte uns eine köstliche Mahlzeit.
Aha, so lebt es sich in einem Bambushaus. Gebaut wird das Haus in der Zeit von
einer Woche, nach vier Jahren muss in der Regel das Dach neu gedeckt
werden. Ein bevorzugtes Transportmittel
ist der Ochsenkarren. Kaum zu glauben, dass vor 50 Jahren daheim auch noch Ochsenkarren benutzt wurden. Man stelle
sich mal ein solches Gefährt auf der B255 vor......
Nebenbei erfahren wir: Ein Moped aus China kostet etwa 200
$, nach einem Jahr ist der Motor fertig und muss ausgetauscht werden.
Austauschmaschine kostet 30 €. Manche Dörfer haben Strom. Der Strom am Inle-See
wird in Wasserkraftwerken in den Bergen erzeugt und nach Yangoon oder Mandalay
transportiert. Dazu werden noch Strommengen an China verkauft. In den Dörfern
kommt der Strom nur in der Regenzeit aus kleinen Anlagen am Bach oder sonst
auch von Solaranlagen. Üblicherweise sind sie noch nicht an das allgemeine
Stromnetz angeschlossen.




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