Sonntag, 3. März 2013

Wanderung Nyaung Shwe



Dienstag 26.02.2013 in die Berge von Nyaung Shwe

 
Unser Führer holt uns pünktlich am Hotel ab. Wir marschieren los und sind erst mal erstaunt: schon wieder keine Fahrt mit dem Pferdewagen. So laufen wir und laufen wir bis wir an den Fuss der Berge kommen. Schnell wird es auch warm und die Steigung lässt uns ordentlich schwitzen. Durch kleine Dörfer, zu einer Höhle mit Bhuddas und Stupas darinnen. Mit Taschenlampe bewaffnet bekommen wir die Höhle, in der auch ein Mönch wohnt - gezeigt. Daneben zeigt er all die Pflanzen und deren Verwendung, ob Nahrung, Arzeneimittel, Gewürz oder Schwamm. Die Kinder in den Dörfern sind alle freundlich und lassen sich für ein "Mingalar", also "Guten Tag" gerne fotografieren. Erstaunlich war es, den Frauen auf dem Feld zuzusehen, wie sie in der Steillage mit der Hacke den Boden bearbeiten und dabei ein Lied singen. Das hörte man noch hunderte Meter entfernt, so still war es. Zum Mittagessen bringt uns der Führer in ein Wohnhaus im Dorf, der Familienvater, der alleine zu Hause ist, kochte uns eine köstliche Mahlzeit. Aha, so lebt es sich in einem Bambushaus. Gebaut wird das Haus in der Zeit von einer Woche, nach vier Jahren muss in der Regel das Dach neu gedeckt werden.  Ein bevorzugtes Transportmittel ist der Ochsenkarren. Kaum zu glauben, dass vor 50 Jahren daheim auch  noch Ochsenkarren benutzt wurden. Man stelle sich mal ein solches Gefährt auf der B255 vor......

Nebenbei erfahren wir: Ein Moped aus China kostet etwa 200 $, nach einem Jahr ist der Motor fertig und muss ausgetauscht werden. Austauschmaschine kostet 30 €. Manche Dörfer haben Strom. Der Strom am Inle-See wird in Wasserkraftwerken in den Bergen erzeugt und nach Yangoon oder Mandalay transportiert. Dazu werden noch Strommengen an China verkauft. In den Dörfern kommt der Strom nur in der Regenzeit aus kleinen Anlagen am Bach oder sonst auch von Solaranlagen. Üblicherweise sind sie noch nicht an das allgemeine Stromnetz angeschlossen.
 

Die Kinder haben seit dieser Woche Ferien. Vier Monate keine Schule. Eine Grundschule war noch offen, die konnten wir besichtigen und die Kinder im Vorschulalter haben auf der Flöte vorgespielt.  Eine Familie im Dorf hat gewöhnlicherweise 6-7 Kinder.

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