Samstag, 9. März 2013

Bangkok


Bangkok  08. - 10.03.2013


unser Hotel mit Dachpool
Spiegelei
Da sind wir wieder, in dieser stinkigen, lauten, großen Stadt.

Unser Hotel direkt am Fluß mit einem herrlich Dachpool, liegt im Stadtteil Banglampoo, da wo früher die Travellerszene anzutreffen war. Hin und wieder sieht man auch noch eine oder einen Alt-Hippi bzw. schräge Typen, aber die Masse der Touristen hat deutlich Überhand genommen, Normalos halt. Gehören wir nicht auch schon dazu? Noch nicht ganz, im Alter dreht man ein wenig zurück - Hotel mit Pool, kein Guesthouse mit stickigen Zimmern mehr, sind auch was bequemer geworden. Steht uns auch zu. Aber es macht Spaß, in den Restaurants ein Bierchen zu schlürfen und den anderen zuzusehen. Natürlich wird auch die Kaoh San Road besucht, berühmt wie der Königspalast, nicht nur seit dem Film The Beach.

Weiter wichtige Anlaufpunkte sind das MBK (Einkaufscenter) und eine Flußfahrt auf dem Chaopraya.
So geniessen wir Bangkok mit Zeitszene, Shopping, Erfrischen im Pool. Eine BMW- Stammtisch-Kneipe liegt genau gegenüber unseres Hotels. Abends fahren alte BMW's vor und es spielt eine Live-Band bis in die halbe Nacht. Der Laden ist voll von Thai - Jugendliche und Motorrad-Fahrer. Sitzplatz zu kriegen, um ein Bierchen zu schnappen und diese skurille Stimnung wirken zu lassen: keine Chance. Vielleicht wollen die aber einfach nicht mit uns spielen. So beobachten wir das Spektakel mit einem cold Beer von unserem Balkon. Hat auch was





10.03.2013
Heute ist dann auch der Tag der Heimreise. Wir packen unsere Sachen, das geht immer besser. Trotz Shopping bekommen wir alles unter. Die  Zeit bis heute zum Abflug heute Abernd überbrücken wir  mit einem Besuch im Park, Dachpool und einer letzten von Rüdiger so heiß geliebten Noodlesoup in Banglampoo. Das Hotel lässt uns noch freundlicherweise am Pool duschen und umziehen. Dann bringt uns ein nervös fahrender Taxifahrer zum Airport.
Montag Morgen, kurz vor  6 landen wir dann in Frankfurt - in eisiger Kälte.




Anneliese holt uns im ICE Bahnhof in Montabaur ab und bringt uns dann zu einem sehnsüchtig wartenden Rocky :-)


Freitag, 8. März 2013

Faulenzen pur

Mittwoch, 06.03.2013
Heute ist ausschlafen angesagt (9:00 Uhr). Die ekligen Mosquitostiche haben Judith die ganze Nacht fast zum Wahnsinn gebracht. Wir gammeln so richtig schön rum. Machen mit dem Moped nach Chiangmai, bummel ein wenig rum, dazu sind wir heute noch zu faul. Wir geniessen den Tag mit Lesen im schattigen Garten, mit Hundegassi gehen. Abends gibt es ein gigantisches Barbeque mit Rinder- u. Schweinefilet, Hühnerbrust, Würtschen, Garnelen, grünen Spargel, Champingons, Eisberg- u. Tomatensalat und nicht zu vergessen Papayasalat. Dazu natürlich jede Menge cold Beer. Das war das Geburtstagsgeschenk an Judith. Ein netter Abend mit lustigen Gesprächen, hat Spass gemacht.






Donnerstag, 07.03.2013
Der Tag beginnt mit 90 Min. Thaimassage, die lange ihre Wirkung hält. Die Gräten wurden gedehnt und gezogen. Judith hatte die etwas stärke Variante, Rüdiger geniesst eine sanfte Fußmassage. Ihn plagt eher sein Schnupfen. Hier kommen thailändische Pülverchen zum Einsatz. Wir puschen uns dann mit einer guten Noodlesoup auf und verbringen einen gemütlichen Nachmittag im Garten. Am späteren Nachmittag geht's mit Sandra und Jürgen in die Berge/Dschungel zu deren Lieblingsrestaurant. Die Fahrt haben wir auf der Ladefläche des Pickups genossen. Ringsrum tiefgrüne Reisfelder umgeben von Palmen. Die Strasse schlängelt sich auf 800 m hoch. Links und rechts kleine Ansiedlungen. Hier geht die Uhr auch langsamer. Die Kinder winken und strahlen über das ganze Gesicht.
Das Lokal ist wunderschön und urig angelegt. Soweit das Auge reicht blühende Blumen und Bäume, riesige alte Bäume, große Steinskulpturen, thailandische Holzhütten, Baumhäuser, kleiner Bach mit Miniwasserfälle...Hier hoppeln Hasen frei rum , ein Kakadu begrüßt die Gäste und 2 Affen knabbern genüsslich Maiskolben. Das Ambiente und die Stimmung sind atemberaubend, was man von den leckeren Essen auch sagen kann.
Den letzten Abend mit Sandra und Jürgen schlossen wir mit Heino-Hören und Rumalbern mit cold Beer ab. Leichte Abschiedsstimmung kommt auf. Wir fühlen uns hier so wohl, fast schon wie zu Hause.
Im Mai kommen die Beiden zum Urlaub nach Deutschland. Sind guter Ding, dass wir uns sehen.

Morgen geht's dann bevor es zurück geht noch  für 2 Tage  nah Bangkok. Wir sind gespannt,was sich so verändert hat, waren schließlich das letzte Mal 2009 dort.

Mittwoch, 6. März 2013

Gemütliche Tage in Doi Saket

Doi Saket liegt 18 Km von Chiang Mai entfernt in nordöstlicher Richtung. Hier leben Yogurt und Kefir, auch bekannt als Sandra und Jürgen, unsere Freunde. Wir sind bei Ihnen und den Katzen Kalli und  Mungo und Hund Rusty gut untergekommen.
Wir fühlen uns wie zu Hause, gammeln rum und unternehmen so gerade nur das notwendigste.

Montag, 04. März
Es ist regnerisch, nach dem heftigen Gewitter letzten Abend. Wir fahren trotzdem mal mit dem Moped durch die Reisfelder und am Kanal entlang bis zum Stausee. Dort oben fängt es dann auch zu regnen und wir brechen unsere Erkundung ab. Noch ein wenig Shopping in Doi Saket, dann begeben wir uns wieder nach Hause. Abends gibt es ein gemeinsames Abendessen mit Birgit und Reinhard, Bernard und Tiou: Sandra hat ein leckeres Gulasch bereitet. In der "Garage" sitzen wir dann gemütlich und vor Regen geschützt.
Da waren sie, unsere Freunde die Mosquitos. Die genehmigten sich dann auch ein gutes Abendessen, besonders Füße und Beine.  Alle zur Verfügung stehende Mittelchen versagten bei den Attacken.

Dienstag, 05. März



Heute wird es hektisch: Wir genehmigen uns eine Massage. Nachmittags fahre wir dann mit den beiden Mopeds und Sandra & Jürgen zu den heißen Quellen von San Kampaeng. Schnell ein paar Wachteleier gegart, die Füße in warmes Wasser gesteckt und dann auch schon wieder zurück durch eine herrliche Landschaft. Abends sehen wir das bunte Treiben am Ringping, einem Supermarkt mit einem Markt darum, bevor wir zum Essen ins "HIM"-Restaurant gehen. Dort hatte es uns ja letztes Jahr schon so gut gefallen.

Sonntag, 3. März 2013

Mae Sai - Chiang Mai

Wir haben einen recht komortablen Ritt in einem Reisebus hinter uns gebracht, in 5 Stunden waren wir in Chiang Mai, wo uns Sandra und Jürgen herzlich in Empfang genommen haben.

Wir sitzen jetzt bei einem eiskalten Bier und tragen die ganzen Blogeinträge nach. Eine Woche ohne Internetverbindung - dabei gab es jede Menge zu berichten.

Mittlerweile verfügen wir auch wieder über eine Mobilfunkverbindung, über die wir auch erreichbar sind: +66891912693. Damit funktioniert auch WhatsApp (Rüdiger) wieder und über email sind wir sowieso erreichbar.


Sonnenuntergang am See
Zum Abendessen am See wurde ein kräftiges Gewitter serviert - rundherum schlugen die Blitze ein, davon einer in ein etwa 40 Meter entfernt stehendes Nachbarhaus. Mit dem entsprechend lautem Knall! Nach einer halben Stunde war der Spuk schon wieder vorbei danach gab es leckere Pizza und für Rüdiger endlich auch mal wieder Spaghetti Carbonara

Ausreise von Burma nach Thailand



Samstag, 02.02.2013 – Auf zum Abenteuer Ausreise Myanmar-Thailand

Eine unruhige Nacht – wie schaffen wir die Ausreise nach Thailand, keine Genehmigung in den Händen, ob der verschobene Flug uns dann nach Tachileik (Grenzort) uns bringt. Ausgeschlafen und mit klarem Kopf gehen wir den Tag an. Rüdiger noch was skeptisch, Judith recht gelassen – das klappt schon. Wir sind nicht nicht direkt von Heho nach Tachileik geflogen, sondern über Mandalay. So mussten wir mit der Propellermaschine 2 mal starten und landen. An das Geholper und Gestottere kann man sich ja gewöhnen. Am Flughafen konnten sie bei de3r Immigration nicht verstehen, dass wir nicht nur 1 Tag in Tachileik verbringen wollten, sondern nach Thailand ausreisen wollten. Die Quittung für die Zahlung der Ausreisegenehmigung konnte dann doch überzeugen. Uns wurde es wieder mulmig. Wir sind dann gut in Tachileik angekommen. Dann sollte es schnell zum Grenzübergag gehe, der größten Hürde. Dann schon wieder diese Taxifahrer, wollten eine große Summe für den Transport. Haben wir strikt abgewimmelt. Genervt trappten wir weiter. Uns lief ein Burmese nach,, hielt uns an. Wir waren schon wieder im Taxiwahn. Eine Frau kam nach und hielt ein Schreiben hoch, Judith erkannte unsere Namen. Das Schreiben war unsere Ausreisegenehmigung. Die ärmste hat über eine Stunde auf uns am Flughafen gewartet. Wir waren ja nicht schwer auszumachen, wir waren ja die Einzigsten, als Ausländer, die ausreisen wollten. Uns fällt ein riesen Brocken von Herzen – hatten natürlich schon Notfallpläne geschmiedet. Dann wurden wir mit einem Kleinbus zur Grenze gebracht. Für 15 Dollar hat die Liebe die Grenzübertretung organisiert. Judith konnte mit den vorhanden Kyacht keine Kippen und birmesischen Wisky kaufen. Das Geld haben wir dann in Bath eingetauscht. Wir kommen uns schon komisch vor, fast wie aus dem Land rausgeschmissen. Schon ein befremdliches Gefühl.
Erleichtert, dass es doch so gut funktioniert hat, betreten wir thailändisches Land.
Eine Busverbindung nach Chiangmai ist heute nicht mehr möglich. Wir haben uns in Maesai ein Zimmer geholt und starten morgen mit dem Bus nach Chiangmai.
Wir lassen uns heute das gute Thaibier und Essen schmecken. Unsere Freunde haben wir dank einer thailändischen Telefonkarte schon kontaktiert. Wir freuen uns tierisch auf ein Wiedersehen.
Oh , wir schwitzen hier in Thailand, gestern in Kalaw haben wir uns abend mit Hemd, T-shirt und Flecce rumgetrieben, waren froh über die dicken Decken im Bett, heute sind wir glücklich die Klima oder den Fan einzuschalten.

Pindaya



Freitag, 01.03.2013 – Ausflug nach Pindaya

Mit dem Taxi geht es heute in die Berge nach Pindaya. Die Gegend wird auch „birmesische Schweiz“ genannt. Die Fahrt geht über eine sehr holprige Piste berghoch, bergrunter. Die Strecke ist fast eine komplette Baustelle, denn sie wird ausgebaut. Es ist schon imposant, alles wird mit der Hand gemacht, kein Bagger, kein Radlader, kein Caterpillar, keine Teermaschine….
Männer und Frauen schleppen den Schotter in Schüsseln auf dem Kopf, am Rand stehen Fässer, in denen der Teer gekocht wird, dieser wird in Eimern gefüllt und verteilt. Knochenarbeit und die Arbeiter haben noch ein Lächeln im Gesicht. Die Gegend ist atemberaubend – hügelig mit großen Feldern (u.a. Kartoffeln, Getreide, Gemüse- Kappes, Blumenkohl-,  Kuhherden und singende Landarbeiter.
In Pindaya erwartet uns eine riesige Pagoden- u. Tempelanlage im Berg gelegen. Die Tempelanlage befindet sich in einer riesigen Höhle. Der Aufstieg blieb uns erspart, wir nutzten einen Glasaufzug. Im Höhleninnern offenbaren sich uns unzählige Gänge, Felsüberhängen und größere Räume mit unzähligen Buddafiguren (lt. unserer Bibel Stefan Loose 8000 Figuren). Die Stimmung und das Gesehene kann gar nicht mit Worten beschrieben werden.
Auf dem Rückweg in der Nähe von Kalaw  schauten wir uns noch eine weitere Höhle mit Eingang im Westen und Ausgang im Osten mit vielen Figuren und Stalagniten und Stalagtiten an.




Diese ist durch ihre sehr engen Gängen und Felswänden sehr interessant – auf der Spur von Indiana Jones .

Zurück in unserem Resort lassen wir den Tag noch mal vorbeiziehen, genehmigen uns noch paar kühle Bierchen. Wir sind schon gespannt auf das Abenteuer Ausreise morgen.

Kalaw Markttag



Donnerstag, 28.02.2013
Heute ist Shopping in Kalaw auf dem großen Markt mit Gemüse, Fisch, Fleisch, Haushaltswaren, also alles was man hier zum täglichen Leben braucht. Der Markt wird von den Dörfern aus der Gegend um Kalaw bestückt. Das Marktleben ist bunt und die Verkäufer ausgelassen. Judith hat ihr ersehntes Ziel erreicht, sich die landestypischen Einkaufstaschen, Umhängetaschen und Longi’s (Art Sarong bzw. große gewebte Baumwolltücher) zu erstehen.  Die Frauen haben große Freude daran, dass eine Farang ihr Transportmittel für Einkäufe nutzt. Judith erhält stets ein Lächeln.
wie, verkehrt rum ???
Kalaw hat einige Restaurants, einen überdachten Markt, Pagoden und Bierstuben mit cold Beer. Die Stadt liegt auf 1200 m, somit tagsüber nicht mehr allzu heiss. Abends wird’s jedoch empfindlich schattig, da kommen unsere Fleecepulli’s zum Einsatz.  Einige Touristen tummeln sich hierum, bisher haben wir noch kaum unsere Landessprache gehört. Wir haben eine Lieblingsbar – Smile Bar – mit einer herzlichen Wirtin und Wirt, die habe sich fast vor Freundlichkeit überschlagen. Sie wurde für uns schon zur Stammkneipe.  Hier hatten wir einen netten Plausch mit einem Australier aus Perth, was unsere Sehnsucht, noch mal  nach Australien zu fahren, verstärkt.
Beim Aufstieg zu unserem Hotel haben wir ein kleines Restaurant entdeckt – leckeres Essen und sympatische Menschen. Der Heimweg ist recht locker, dachten schon, wir müssten hier sportliche Hochleistung erbringen oder haben wir durch das viele Wandern nur eine ausgesprochen gute Kondition?
der sitzt

Sie sind wieder da...
Das Internet hier ist echt gruselig, kaum Verbindung u. Wifi klappt zur großen Traurigkeit von Rüdiger nicht. So konnten wir mal kurz die Email’s checken. Oh, Schreck, der Veranstalter von unserem Flug für den 2.3. von Heho nach Tachileik (Grenzort zu Thailand) teilte mit, dass der gebuchte Flug ausfällt und hat uns Tickets für einen anderen Flug (gleicher Tag, fast gleiche Flugzeit) übermittelt. Problem des Ausdruckens hat sich gestellt. Email an unsere Freunde in Chiangmai war auch fällig. Plötzlich ging wieder Nichts. Wir sind dann auf ein anderes Hotel mit Email- und Printservice ausgewichen. Alles wird gut. Ein kleiner Schreck, der einen munter werden lässt.





Bahnfahrt nach Kalaw



Mittwoch, 27.02.2013

Den dritten Tag kein Internet.
Ein neues Toyota-Taxi bringt uns zum Bahnhof. Vermutliche Abfahrtzeit so von 08:30 bis 09:30, so genau ist das da nicht. In der Polizeistation faltet der Gruppenleiter seine 10 Polizisten, uniformiert und in zivil, lautstark zusammen. Anschließend kommt noch der Kommandeur und inspiziert die Truppe. Die Diesellok fährt vor und koppelt einen bereitstehenden Zug an. Endlich geht es los - mit gefühlter Schneckengeschwindigkeit in das ca. 50 Km entfernte Kalaw. Vorbei an berauschend schönen Landschaften. Männer hüten ihre Rinder am Bach, Frauen hacken den trockenen Boden auf. Hier sind auch keine Maschinen im Einsatz. Schon vier Stunden später sind wir da! Ein merklich betrunkener Fahrer eines Horsecar bringt uns zum Hotel - es ist ja auch schon fast ein Uhr. Wenigsten das Pferd ist nüchtern und ackert sich bei unserem Gewicht ganz schön ab.
Unser Hotel „Nature Land Hotel“ liegt auf einem Hügel mit viele schattenspendenden Bäumen, Palmen, umgeben von Blumen. Eine grüne Oase zum Entspannen. Unser Bungalow ist super ausgestattet. An der Rezeption arbeiten nette wuselige junge Birmesen, angenehme Atmosphäre. Internet wäre ja da, aber funktioniert nicht.




Wanderung Nyaung Shwe



Dienstag 26.02.2013 in die Berge von Nyaung Shwe

 
Unser Führer holt uns pünktlich am Hotel ab. Wir marschieren los und sind erst mal erstaunt: schon wieder keine Fahrt mit dem Pferdewagen. So laufen wir und laufen wir bis wir an den Fuss der Berge kommen. Schnell wird es auch warm und die Steigung lässt uns ordentlich schwitzen. Durch kleine Dörfer, zu einer Höhle mit Bhuddas und Stupas darinnen. Mit Taschenlampe bewaffnet bekommen wir die Höhle, in der auch ein Mönch wohnt - gezeigt. Daneben zeigt er all die Pflanzen und deren Verwendung, ob Nahrung, Arzeneimittel, Gewürz oder Schwamm. Die Kinder in den Dörfern sind alle freundlich und lassen sich für ein "Mingalar", also "Guten Tag" gerne fotografieren. Erstaunlich war es, den Frauen auf dem Feld zuzusehen, wie sie in der Steillage mit der Hacke den Boden bearbeiten und dabei ein Lied singen. Das hörte man noch hunderte Meter entfernt, so still war es. Zum Mittagessen bringt uns der Führer in ein Wohnhaus im Dorf, der Familienvater, der alleine zu Hause ist, kochte uns eine köstliche Mahlzeit. Aha, so lebt es sich in einem Bambushaus. Gebaut wird das Haus in der Zeit von einer Woche, nach vier Jahren muss in der Regel das Dach neu gedeckt werden.  Ein bevorzugtes Transportmittel ist der Ochsenkarren. Kaum zu glauben, dass vor 50 Jahren daheim auch  noch Ochsenkarren benutzt wurden. Man stelle sich mal ein solches Gefährt auf der B255 vor......

Nebenbei erfahren wir: Ein Moped aus China kostet etwa 200 $, nach einem Jahr ist der Motor fertig und muss ausgetauscht werden. Austauschmaschine kostet 30 €. Manche Dörfer haben Strom. Der Strom am Inle-See wird in Wasserkraftwerken in den Bergen erzeugt und nach Yangoon oder Mandalay transportiert. Dazu werden noch Strommengen an China verkauft. In den Dörfern kommt der Strom nur in der Regenzeit aus kleinen Anlagen am Bach oder sonst auch von Solaranlagen. Üblicherweise sind sie noch nicht an das allgemeine Stromnetz angeschlossen.
 

Die Kinder haben seit dieser Woche Ferien. Vier Monate keine Schule. Eine Grundschule war noch offen, die konnten wir besichtigen und die Kinder im Vorschulalter haben auf der Flöte vorgespielt.  Eine Familie im Dorf hat gewöhnlicherweise 6-7 Kinder.

2. Tag Inle See



Montag, 25.02.2013 Hotel Princess Inle Lake

Heute schlafen wir aus. Wollten wir jedenfalls, aber die haben im Dorf auf einer Pagode einen Lautsprecher in der Größe eines großen Hausschweins, der die ganze Umgebung mit einer Art Frühstücksradio beschallt. Musik, Gebete, Gebete, Gesang....
Im Frühstücksraum bekommen wir einen netten Kontakt zu einem Pärchen aus Saarbrücken. Sie erzählen, sie hätten vor 12 Jahren ein Hilfsprojekt für Burmesen gegründet und befänden sich, obwohl schon im Ruhestandsalter, auf Kontakt- und Organisationsreise. Dabei eine junge Burmesin, ihr erstes "Adoptivkind", mittlerweile in ihrer Firma in Burma beschäftigt. Dieses Projekt (siehe www.myanmar-partner.de) unterstützt Klöster in der Bildung und Ausbildung von jungen Leuten, Betreiben von Schulen, Waisenhaus, Kindergarten. Derzeit steht auf dem Programm, die jungen Leute in der Anpflanzung von Bäumen und Agrarprodukten zu instruieren. Sehr interessant. Die Dame hat auch direkt noch einen Tip für uns: das Hotel Princess Inle Lake, am Ostufer gelegen mit dem Boot zu erreichen. Damit die Ruhe nicht durch das geknatter der Bootsdiesel gestört wird, müssen die vorher den Motor abstellen und mit einem extra zur Verfügung gestellten Ruderer die Reststrecke von 500 Meter geräuschlos zurücklegen. Der Lohn: eine fast absolute Ruhe auf einer herrlichen Restauranterasse in feinstem burmesischen Stil. Traumhaft Schön! Heute ist wieder ein Geniessertag. Auf der wunderschönen mit vielen Blumen ausgestatten Veranda speisen wir göttlich - Bananenblütensalat, zarten Fisch in Lemonsosse, kleine Pellkartoffeln, die in einem kleinen Tontopf mit Feuerstövchen serviert werden und natürlich: Nudelsuppe. Das ganze wird vom kühlen Myanmar-Bier abgerundet. So relexen wir ein paar Stunden bevor wir uns wieder in das quirlige Dorfleben von Naugshew begeben.




Im "Smiling Moon" spricht uns die quirlige Wirtin an und preist uns ihre ganzen Möglichkeiten der Tourismusbranche an. Die macht das sehr gut, so beschließen wir, eine Tagestour am nächsten Tag zu Fuß in die Berge zu wagen.

Davor: Flug Bagan - Inle See



Samstag, 23.02.2013 Bagan - Heho - Nyaung Shwe

Ein sehr frühes Aufstehen, der Bruder vom Taxifahrer holt uns zum Flufghafen ab. Mit einer ATR 42, einer französisch/italienischen Propellermaschine fliegen wir mit einem Zwischenstopp in Mandalay nach Heho. Dort war Weihnachten 2012 eine Fokker der AirBagan abgestürzt, die Trümmerteile wurde abgedeckt, aber das eine Triebwerk schaut noch frech aus der Verkleidung. Der Tour Operator hat uns mit der Aufschrift "Mr. Horst Rudiger +1" auf dem Zettel abholen lassen und der Taxifahrer brachte uns die 35 Km zum Hotel.

Sonntag, 24. Februar 2013

Inle See Bootsausflug

Eine Bootsfahrt auf dem See.

Pünktlich holt uns der Bootsfahrer am Hotel ab und wandert mit uns zum 1,3 Km entfernten Bootsableger. In der kühlen Morgenfrische geht es so etwa 5 Km über einen Kanal bis zum eigentlichen See. An der Einmündung warten schon die berühmten "Einbeinruderer", einer davon führt uns seine Künste vor und lässt uns natürlich nicht ohne eine Kleine Entlohnung weiter ziehen.



Einmal längs über den ganzen See mit einer Traumhaften Stimmung, lediglich untermalt von dem Einzylinderdiesel auch chinesischer Produktion, der eigentlich auf Klein-Lkws mit lautem Knattern die Umwelt beschallt.

In den Dörfern mit Häusern auf Stelzen zeigen die Handwerksbetriebe ihr Können: Eisenschmiede, Silberschmiede, Weber, Zigarrenhersteller. Sie geähren einem tiefe Einblicke in ihre Arbeitsbedingungen in der Hoffnung, ihre Waren auch gleich an die Gäste verkaufen zu können. Es besteht keine Kaufpflicht, so bleiben die Anpreisungen angenehm.

Mittagessen am Kloster, kleine Portionen, lange Wartezeiten, Tomatensuppe mit fahlem Geschmack. Ups, das kannten wir so noch nicht.

Ein weiterer Kanal, eigentlich ein Bach mit Stauwehren (sowas kennen wir schon aus Laos) bringt uns 7 kilometer vom See weg, an badenden Burmesen und Wasserbüffeln zur Inn Dein Pagode.

Unten zerfallene Bauten aus dem 8 Jahrhundert v.Ch., am Ende eines langen, überdachten und mit Händlern überfüllten Ganges eine Pagode mit neuen Stupas.