Sonntag, 24. Februar 2013

Inle See Bootsausflug

Eine Bootsfahrt auf dem See.

Pünktlich holt uns der Bootsfahrer am Hotel ab und wandert mit uns zum 1,3 Km entfernten Bootsableger. In der kühlen Morgenfrische geht es so etwa 5 Km über einen Kanal bis zum eigentlichen See. An der Einmündung warten schon die berühmten "Einbeinruderer", einer davon führt uns seine Künste vor und lässt uns natürlich nicht ohne eine Kleine Entlohnung weiter ziehen.



Einmal längs über den ganzen See mit einer Traumhaften Stimmung, lediglich untermalt von dem Einzylinderdiesel auch chinesischer Produktion, der eigentlich auf Klein-Lkws mit lautem Knattern die Umwelt beschallt.

In den Dörfern mit Häusern auf Stelzen zeigen die Handwerksbetriebe ihr Können: Eisenschmiede, Silberschmiede, Weber, Zigarrenhersteller. Sie geähren einem tiefe Einblicke in ihre Arbeitsbedingungen in der Hoffnung, ihre Waren auch gleich an die Gäste verkaufen zu können. Es besteht keine Kaufpflicht, so bleiben die Anpreisungen angenehm.

Mittagessen am Kloster, kleine Portionen, lange Wartezeiten, Tomatensuppe mit fahlem Geschmack. Ups, das kannten wir so noch nicht.

Ein weiterer Kanal, eigentlich ein Bach mit Stauwehren (sowas kennen wir schon aus Laos) bringt uns 7 kilometer vom See weg, an badenden Burmesen und Wasserbüffeln zur Inn Dein Pagode.

Unten zerfallene Bauten aus dem 8 Jahrhundert v.Ch., am Ende eines langen, überdachten und mit Händlern überfüllten Ganges eine Pagode mit neuen Stupas.








Samstag, 23. Februar 2013

Pagode, Pagode, Pagode

Heute schauen wir uns die Pagoden von Bagan an. Der Taxi-Fahrer verspätet sich um 20 Minuten, aber das ist in Anbetracht unseres Tagesprogrammes unerheblich. So schauen wir uns eine Pagode nach der anderen an. Eine älter als die andere, mit Gold, ohne so viel Gold, viele Buddhas, weniger Buddhas. Irgendwann fangen alle an, gleich aus zu sehen.


Die Burmesen wissen aber auch um die Schönheit ihrer Pagoden. Deswegen  warten sie auch alle davor, um den Touristen alles möglich anzubieten: Wasser, Getränke, Tücher, T-Shirts, Gemälde, antike Fundstücke (echt), Edelsteine (mindestens genauso echt).... Und das alles schon auf eine lästige Art, nach der fünften Pagode kann man das einfach nicht mehr hören.

Auf der Pagode
 Eine der Pagoden dürfen wir auch besteigen. Hohe Stufen, da braucht man schon die Qualifikation "C" von Angkor Wat. Vielleicht so 3, 4 Stockwerke hoch ohne Geländer - oh, eigentlich haben wir Höhenangst. So war der Abstieg mit gekräusten Nackenhaaren und rückwärts gaaaaanz vorsichtig anzutreten.



Langhals Frau
Nach der obligatorischen Nudelsuppe macht sich zur Mittagszeit etwas Müdigkeit breit. Ausserdem wird es dann auch so richtig heiß. Unser Taxifahrer hat da eine super Idee: Unser Hotel. Schnell eine Abkühlung im Pool, etwas Ausruhen und pünktlich  zum Sonnenuntergang steht er wieder am Hotel und der zweite Teil Besichtigung geht los. Schnell noch die schönste und dann noch die größte Pagode, mit ausgiebiger Einkaufsmöglichkeit von T-shirts etc.

Dann auf eine kleine Pagode, ein Geheimtipp, wo nur wenige den Sonnenuntergang sehen können, abseits der Heerscharen der Touristen. Die sind an dem üblichen Platz und stehen sich gegenseitig im Weg rum. Schon gut, so eine Private Tour :-)

Nach dem langen Tag setzt der Fahrer uns an einem Restaurant "Black Rose" ab, den Weg zum Hotel ist er sicherheitshalber abgefahren, damit wir auch danach noch heim finden. Sehr rührig, die Burmesen. 







Boot Mandalay - Bagan

Wir sind heute mit dem Boot von Mandalay nach Bagan über den Ayeyarwady, riesiger Fluss, da kommt der Rhein nicht mit, gefahren. Die Fahrt ging von morgens 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang. Wir dümpelten so gemütlich dahin, Entspannung pur. Landschaftlich gab es nicht so viel her. Die Gegend war recht eintönig, karg. Die Zeit füllten wir mit Lesen und auf's Wasser guken. Die spektakuläre "Road of Mandalay", ein ehemaliges Rhein-Kreuzfahrtschiff, ist uns begegnet - imposant. Uns wäre doch eine mehrtägige Schiffahrt dann doch was zu langweilig. Jedoch soll die Landschaft nördlich von Mandalay stromaufwärts wesentlich schöner, vor allem grüner , gebirgiger und dichter bevölkert sein.
In Bagan angekommen, warteten schon die Taxifahrer am Steg. In der Absprache mit den Preisen für Taxi sind die Burmesen schon recht weit. 10 €, egal, wen man fragt. Tagestour 35.- €, das kennen wir ja.
Der Taxifahrer, der sich uns angelte, war recht nett und geschäftstüchtig. Auf der Fahrt zu unserem Hotel machte er schon den perfekten Reiseführer. Seine Art überzeugte uns, so dass er den Zuschlag für die Tagestour am nächsten Tag erhält. Seine Rechnung ging auf.
Unser Hotel Sky Palast war eine Wucht, tolles großes gepflegtes und hübsch eingerichtetes Zimmer mit Veranda und davor ein geschmackvoll angelegter Swimmingpool. Hier kann man die Seele baumeln lassen. Wir mussten den Pool direkt  einmal testen bevor es zum Abendessen ging..
Wir werden unser Klasse-Hotel morgen vermissen, wenn wir den ganzen Tag Türmchen gucken......



Donnerstag, 21. Februar 2013

Happy Birthday

Mittwoch, 20.02.2013


Heute hat Judith Geburtstag. Der wird erst mal mit einem Frühstück in einem burmesischen Cafe begonnen. Heute wollen wir es etwas ruhiger angehen lassen, die ständigen Besichtigungen strengen doch ganz schön an. So fahren wir nach dem Frühstück mit einer Fahrradrikscha in ein anderes Viertel. Der Fahrer muss ganz schön in die Pedale steigen, bei unseren Gewichten - und der moderaten Steigung. Judith findet das Geschäft, in dem diese Gesichtsfarbe verkauft wird, die die burmesischen Mädchen und Frauen so gerne tragen, zuweilen auch junge Burschen und vor allem Kinder. Sonnenschutz, schönes Aussehen und Hautpflege in einem.
Zur Entspannung folgt endlich die erste Massage im Kellergeschoß eines Hotels. Nach einer Stunde fühlen wir uns wie neugeboren. Die Gelegenheit, sich direkt die Farbe auftragen zu lassen.
Das gefällt den Burmesen. Viele drehen sich nach dem bemalten Gesicht von Judith um und nicht wenige sagen ihr, wie toll sie dieses Makeup finden.

Zehenzwischenraumstegpantoletten

Der recht große Markt vor unserem Hotel bietet viel fürs Auge. Schade, dass wir keinen Kofferraum haben. Mit einem Taxi lassen wir uns wieder zum Ha Mone Hlaing Restaurant bringen, diese Flußterasse mit Sonnenuntergang und dem geschäftigen Treiben an den Schiffen und am Fluß. An der heiligen Schrift kann man sie erkennen: Deutsche mit dem Loose (Reiseführer) in der Hand. Am Nachbartisch sitzen Margot und Herbert aus Mönchengladbach. Schnell werden  Informationen ausgetauscht, später teilen wir uns noch das Restauranteigene Taxi, einen US-Jeep. Mit Dieselmotor und Automatik, aber heute abend durfte der Fahrer zum ersten Mal in seinem Leben mit diesem Auto fahren !!! Am Zentralmarkt sind wir ausgestiegen, ob die beiden anderen heil an ihr Hotel gekommen sind . . . . ?
Schnell noch das Gutenachtbierchen - Schließlich hat Schatz heute Geburtstag!








Ein herzliches Dankeschön an die Gratulanten, ob vorzeitig, rechtzeitig oder nachträglich.

Dienstag, 19. Februar 2013

Rund um Mandalay

Dienstag, 19.02.2013
8:30 Uhr starten wir putzmunter zur unserer Tour rund um Mandalay, um uns einige Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Pünktlich steht Alain Delon mit seinem Minibus vor der Tür. Er übergibt uns seinem "Bruder". Schade, der hatte doch so einen Charme.
Als erstes ging es in eine 'Werkstatt mit "Goldschmieden, die den ganzen 'Tag auf  Gold hämmern bis hauchdünne Goldblättchen entstehen.Diese werden in den Tempeln an die Buddastatuen geklebt.Weiter ging es zu den Steinmetzen, die aus riesigen Marmorblöcken Buddastatuen in jeder Größe (bis zu 2,5 m) meisseln. Die Luft ist gefüllt mit feinem weissen Marmorstaub. Hier gibt  es nicht nur eine Werkstatt, bestimmt an die Fünfzig. Es ist schon imposant, diesen Künstler u. Handwerker zuzuschauen.
Ein kurzer Stopp, um Tee und Kaffee nachzufüllen, und dann ging es weiter nach Süden, den Ort Sagaing.
Schon die Anfahrt über die Brücke des Arawaddy Fluß war atemberaubend: Zig-Pagoden und Klöster, alle Kuppeln vergoldet strahlen an einem Berghang in  der Sonne. Der Fahrer brachte uns mit seinem Minibus bis an die interessanten Sachen heran. Schon praktisch, so ein Private Service.
Traumhaft schöne Landschaft, aus dem Tal schallt der Ruf der Gebete - überall glasklar zu hören. ein phantastisches Stimmungsbild.
Dazu überwältigende Landschaftsbilder vom Hügel herunter.
Der nächste Besichtigungspunkt nach dem Mittagessen sollte die Insel sein, auf der zwei Klöster stehen. Da war aber die Luft schon ein wenig raus: Noch mehr Klöster, noch mehr Ruinen, noch mehr Pagoden, Tempel, Statuen.... Neeee, es reicht. Die Bilder wiederholen sich. Wir kürzen ab, fahren mit der Personenfähre von der Insel wieder zurück zu unserem Guide. Er bringt uns dann zur U-Bein-Brücke: Sie ist mit 1.200 Meter die längste Teakholzbrücke der Welt.
Viele Menschen auf der Fußgängerbrücke, viele Boote auf dem See unter der Brücke, und alle wollten eines sehen: den Sonnenuntergang. Den haben wir von Land aus genossen mit zwei Flaschen Bier.
Unser Fahrer brachte uns dann noch an ein Restaurant in unserer Straße. Ein toller Tag für 35 € Fahrtkosten - das hat sich gelohnt. Viel gesehen, angenehme Atmosphäre und wir haben es uns gutgehen gelassen.

Morgen hat ja Judith auch Geburtstag :-)     ...........








Montag, 18. Februar 2013

Mandalay Erster Tag

Montag, 18.02.2013
Gut ausgeschlafen und gefrühstückt gilt es den neuen Tag anzutreten.Im Zug hatten wir ja viel Zeit u. checkten unsere weiteren Reiseunterlagen. Oh, Schreck. Der Flug von Bagan nach Heo / Inle-See war auf 27.2. datiert, wir sollten aber am 24.2. fliegen. Der ganze Ablauf ist durcheinander, die Zimmer entsprechend gebucht. Arbeit ist angesagt, den Tour Operator aus Yangon haben wir angerufen. Bei Air Mandalay konnten wir  den Flug nur auf den 23.2. umbuchen, alles andere war ausgebucht. So haben wir nur 2 Nächte in Bagan u. eine zusätzliche Übernachtung an Inle-see. Das konnte unser Touroperator noch regeln. Der Fehler lag darin, dass wir 2 verschiedene Planungen hatten. Der Touroperator war sehr rührig, hat sich sehr für seinen Fehler entschuldigt. Aber alles wird gut.
Danach haben wir den Königspalast und eine Pagode auf einen Berg - Mandalay Hill (700 Stufen) besichtigt, haben uns von der außergwöhnlichen Athmosphäre tragen lassen. Diesmal haben wir uns doch überzeugen lassen, einen treuen Fahrer zu nehmen. Die Strecken, die man bewältigen muss, sind schon enorm, auch, wenn man hundetrainiert gut zu  Fuß unterwegs ist. Das Highlight war die Kneipe am Flußufer mit gezapften Dago - Bier und das bei Sonnenuntergang.


Das Leben am Fluss mit den vielen Booten, den badenden Kinder, das wuselige Treiben, die Stimmung, einfach herrlich. Hier fahren wir auf jedenfall noch mal hin.
Ansonsten ist es sehr schwierig, eine Kneipe zu finden, in der man ein kühles Bierchen schlabbern kann. wenn wir es haben wollten: auch das "Goldene M" der amerikanischen Feinkostkette sucht man vergeblich.







Morgen geht's in die Umgebung von Mandalay - mit "Alan Delon" - Fahrer u. Guide.  

Road to Mandalay



Sonntag,17.02.2013
Auf geht's mit dem Express-Zug um 6:00 Uhr nach Mandalay. Obwohl das sehr frühe Aufstehen nicht zu unserer Freude war, waren wir gut an Start. Upperclass haben wir uns genehmigt. Gut so. Die Sitzgelegenheit ähnelten Flugzeugsitzen, einigermaßen bequem. Der Zug war insgesamt sehr alt - aus dem letzten Jahrtausend, das war deutlich an derausgeschlagenen Federung zu spüren. Bei  langsamer Fahrt fühlten wir uns wie auf einen Pferd in Galopp. Hops,Hops. Wir wurden völlig durchgeschüttelt, einen Kaffeetrinken war schon ein richtiges Jongleur-Kunststück. Zu Beginn war diese Bewegung recht unangenehm und leicht stressig, aber das legte sich innerhalb der 17-stündigen Fahrt. So hoppelten wir Kilometer um Kilometer durch eine Ebene mit vielen Reisfeldern, Palmenhainen und allerlei landwirtschaftlichen Anbaugebieten. An der Zugstreckel schlängelten sich kleine Hausansiedlungen mit lachenden Kindern, fressenden Schweinchen und wuselisgen Birmesen. Im Zug waren noch zwei Langnasen aus Dänemark, nicht sehr unterhaltsam, wie auch bei diesem Geschaukele und recht lauten Geräuschen. Wir vertrieben uns die Zeit außer aus dem Fenster schauen mit Musikhören, Lesen und Rüdiger mit Filmchen gucken auf dem Notebook - hat er recht schnell aufgegeben, weil die Bilder gehüpft sind - macht ganz duselig.
23:00 Uhr Ankunft in Mandalay, wir waren durch. Zimmer war ja gebucht, galt noch irgendwie hinzukommen. Laufen oder Taxi. Müde - Taxi. Das schon wieder. Wurden natürlicht umschwärmt, Preis war uns zu hoch. Also trapten wir los, nach Straßenplan nur 4 Häuserblöcke. Irgendwie hatten wir doch nicht die richtige Peilung. Ein Fahradtaxi wollte uns unbedingt zum Hotel Zegyou bringen. Wir sehr skeptisch, 2 gestandene Deutsche mit dem Gepäck auf das Fahrrad???? Der Fahrer war überzeugt, dass es klappt. Judith durfte auf dem Seitenwagen vorne Platz nehmen mit dem großen Rucksack u. Tasche auf dem Schoss. Keine Sicht mehr. Rüdiger hinten mit den Trolli u. Daypack. Der Fahrer schwang sich auf das Rad. Oh, je, ob wir überhaupt 2 Meter weitkommen, ohne volliger Zusammenbruch des Gefährt's. 'Aber der Fahrer ist eisern u. tapfer. 350 m, dann gab er auf. Uns war es schon recht peinlich , eine solche Plagerei. Doch wandern angesagt.
Es ist garnicht so einfach, die richtige Richtung und die Entfernug abzuschätzen. Völlig entnervt und kaputt standen wir mitten in Mandalay u. das Hotel nicht in Sicht. Ein Birmese sah unsere Verzweiflung und brachte uns zu unserem Hotel, echt nett. Endlich geschafft. Das Hotel im Zentrum von Mandalay ist in chinesicher Hand, Zimmer groß, sauber u. kostenloses Wifi.
Jetzt gilt es Kraft für den nächsten Tag schöpfen.